Donnerstag, 2. Juni 2016

Routine gesucht und fast gefunden

Dieses Jahr hatten mich einige Infekte ausgeknockt und so ist mir meine ganze tägliche Routine abhanden gekommen. Ich habe wieder mal die Erfahrung gemacht, wie schnell man als chronisch Depressive aus der täglichen Routine raus fällt und wie schwer es dann ist, da wieder rein zu kommen. Ich hatte auch überhaupt keine Kondition mehr und  es ist immer noch ein bisschen schwierig, aber es wird von Tag zu Tag besser. Am Anfang war ich total frustriert, weil ich das Gefühl hatte ich strenge mich an, aber irgendwie sieht man nichts. Allerdings gibt es ja dafür eine einfache Erklärung, denn es war schon einiges liegen geblieben, als ich krank war. 

Was mich in solchen Situationen immer rettet ist ein strikter To - Do - Plan, in dem ich meine tägliche Routine ganz genau aufliste und dann alles Erledigte ausstreiche. Dieses Mal war ich allerdings so überfordert, dass ich Hilfe brauchte und ich habe dann eine - meiner Meinung nach - gute Seite gefunden. Sie heißt NiKi's Putzkalender und es finden sich dort gute Tipps, wie man im Haushalt Herr bzw Frau der Lage wird und ich muss sagen nach einer Woche erkenne ich meine Wohnung fast nicht wieder. Obwohl ich gestehen muss, dass mein Mann und auch meine Schwester unsere Wohnung gar nicht so  dreckig und unordentlich empfanden wie ich. 

Es gibt natürlich noch große Baustellen, aber ich bin zuversichtlich, dass ich die auch bald in den Griff bekomme. Im Januar ist mein Mann mit in diese Wohnung gezogen und da ich dauernd krank war, hat vieles aus seinem Haushalt hier noch keinen Platz gefunden und ist alles in dem Zimmer, dass mein Bastelzimmer werden soll, geparkt. 

Was mich absolut nervt ist, dass ich wegen einiger körperlicher Probleme sehr viele Pausen brauche und das hält natürlich extrem auf und so zieht sich alles wie Kaugummi in die Länge. Aber ich versuche einfach nur zu sehen, was sich schon alles getan hat und positiv zu denken, was für mich manchmal eine Herausforderung ist. Irgendwann wird ja alles abgearbeitet sein und dann wird es ein ganzes Stück leichter. 

Je besser es mit dem Haushalt klappt, desto mehr kann ich auch meine Bastelarbeit und das Bloggen wieder in meine tägliche Routine einbinden. Ich werde dafür aber wohl auf lange Sicht To-Do-Listen machen müssen, damit es dauerhaft funktioniert und nicht wie in der Vergangenheit immer wieder einbricht, denn die Pläne die ich für die Zukunft habe lassen sich so nicht verwirklichen.Ich werde in zukünftig deshalb nicht mehr auf To - Do - Listen verzichten können, aber geht - glaube ich - vielen so. 



1 Kommentare:

Naddel verliebt in Zuhause! hat gesagt…

Hallo Jeannette,
ja, wenn einmal die Luft raus ist.
Ich verstehe, dass es schwer ist wieder die gewohnte Routine herzustellen und noch schwerer, wenn die Kraft nicht reicht.
Schön, dass du einen Weg gefunden hast und (das finde ich am besten) du weißt wie du dir offenbar selber helfen kannst. Das ist schon mal sehr wichtig und ein Schritt anderen voraus. Die Umsetzung ist der zweite Schritt und natürlich nicht einfach.
Ich drücke dir weiterhin die Daumen!

Und für heute denk daran, dass Wetter zu genießen und dir Zeit nur für dich und zum Faulsein zu gönnen. :-))
LG Naddel

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